Veranstaltungen 2016_1 - Gartenbauverein

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Veranstaltungen 2016_1

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Jahreshauptversammlung mit Nachwahlen

Ein geordnetes Stühlerücken war bei den Neuwahlen des Königsbrunner Gartenbauvereines angesagt. Der mit rund 750 Mitgliedern zweitgrößte Verein veranstaltete im Gasthof Krone seine Jahreshauptversammlung.

Zweite Bürgermeisterin Barbara Jaser lobte die aktive Arbeit des Vereines und betonte: „Sie sind ein Gewinn für die Stadt und leisten nicht nur ökologisch sinnvolle Arbeit, sondern erfreuen auch die Augen der Brunnenstädter.“


Die jährliche Anpflanzung der Blumenwiese zwischen Königsbrunn und Bobingen ist dabei nur ein Beitrag von vielen Aktionen, wie Vorsitzender Wilhelm Terhaag in seinem Rückblick erklärte. Der Mostbetrieb ist ein alljährlich wiederkehrendes Thema sowie der monatlich stattfindende Stammtisch (immer am ersten Donnerstag im Monat, im Gasthof Krone, ab 19 Uhr). Hier werden als Neuerung und Anreiz nun gezielt Bereiche vorgestellt, wie beispielsweise die Sauerkrautherstellung oder mal ein exotisches Unternehmen – Bananenzucht in Königsbrunn. An ein Unternehmen erinnert der Verein auch, als Kassierer Dieter Bless seinen Bericht abgab. Ausführlich erläuterte er die Ein- und Ausgaben und gab auch einen Überblick auf die zu erwartenden Erträge des Jahr 2017.

Kassierer und stellvertretender Vorsitzender neu gewählt

Seine Ausführungen wurden einstimmig abgesegnet, und so konnte Bless seinem Nachfolger Stefan Zimmermann nicht nur eine vorbildlich geführte, sondern auch mit Rücklagen gefüllte Kasse übergeben, und zwar mit dem weisen Ratschlag: „Sei sparsam – koste es, was es wolle.“ Wobei der Verein zusätzlich zu seinen sonstigen Anschaffungen in den Jahren 2015/16 rund 15000 Euro zusätzlich investiert hat. Bei den Neuwahlen gab es keine Überraschungen. Kassierer Dieter Bless und der stellvertretende Vorsitzende Günter Frisch hatten im Vorfeld schon mitgeteilt, dass sie nicht mehr in der Vorstandsführung mitarbeiten wollen. Als stellvertretender Vorsitzender wurden daher Ulrich Grassinger und als Kassierer Stefan Zimmermann neu gewählt. Frisch unterstützt den Gartenbauverein weiterhin als Beisitzer und Dieter Bless betätigt sich zukünftig als Kassenprüfer.

Im Ausblick auf das Jahr 2017 steht beim Gartenbauverein das Jubiläum der Stadt Königsbrunn im Vordergrund. Als traditioneller Verein der Brunnenstadt war er auch schon bei der Stadterhebung vor 50 Jahren dabei. Weiter sind ein Kartoffelfest für Groß und Klein auf Gut Morhard und ein Krautfest für Kindergartenkinder geplant. Zur Jahresabschlussfeier im November soll das Musikkabarett Die Maulquappen nicht nur die Mitglieder erfreuen. Und genau zu diesem Punkt gab es einen Einwand. Mitglied Rüdiger Kaulfersch kritisierte, dass das ehemalige Herbstfest mit Ehrungen mit einer kulturellen Veranstaltung ersetzt wurde. Es gab eine kurze Stellungnahme von Seiten des Vorsitzenden Terhaag dazu, dass die Ehrungen zukünftig in den Hauptversammlungen stattfinden werden. Dieter Bless ergänzte, dass kein Interessenkonflikt bezüglich der Einnahmen durch Mitgliederbeiträge und dem Ausrichten einer Kulturveranstaltung bestehe.


Frauennachmittag beim Gartenbauverein Königsbrunn


Zum alljährlichen Frauennachmittag fanden sich wieder viele interessierte Damen in dem mit Kräutern reichlich geschmückten Saal vom Gasthof Krone ein. Das diesjährige Thema war ein Vortrag von der Kräuterpädagogin und Volksheilkundlerin Sophie Brösel „Verwöhn dich mit Kräutern".
Vorstand Wilhelm Terhaag, begrüßte die rund 60 Frauen des Gartenbauvereins Königsbrunn zu Kaffee und Kuchen. Terhaag  freute sich besonders, dass er als „Hahn im Korb" jedes Jahr beim Frauennachmittag teilnehmen darf. Er berichtete kurz über seine Kräuter im Garten, die er in Heilkräuter, Küchenkräuter und Unkräuter unterteilt. Dabei unterbrach ihn Fr. Brösel mit der Anmerkung, dass es keine Unkräuter gibt sondern Wildkräuter, bei denen jedes Kraut seine Verwendung findet. Damit fand die perfekte Überleitung zum Vortrag auch schon statt. Frau Brösel erklärte kurz den Unterschied von Volksheilkunde (alte Rezepte gegen Krankheiten und Blessuren) und Kräuterpädagogik (Wildkräuter aus Wald und Wiese) und streifte dann kurz das Thema Aromatherapie (Wohlbefinden und Verwöhnen).
Zur Einstimmung spielte Frau Brösel eine indianische Waise auf einer selbstgebastelten Flöte, und erzählte eine Parabel über die Schönheit von Gärten. Nach der Geschichte erläuterte die Referentin anhand einer Power-point-Präsentation die Wirkungsweisen von verschiedenen Heilkräutern, angefangen von der Arnika, Kapuzinerkresse, Lavendel, Ringelblume, Rose, Veilchen bis hin zur Zitronenmelisse. Sie gab dabei Tipps zur Verarbeitung, Anwendung und ließ die Besucherinnen verschiedene Kräuterkekse probieren.

Die interessierten Zuhörerinnen stellten viele Fragen und erinnerten sich an ihre Kindheit, als alte Rezepturen noch bei ihnen angewandt wurden. Neu war für Viele auch, dass der Holunderstrauch früher heilig war und in welcher Vielfalt der Holunder damals verarbeitet wurde. So wurden viele Türgriffe an Haus und Stall aus Holunderholz geschnitzt, um das Unglück nicht herein zu lassen. Frau Brösel erklärte noch aufschlussreich wie man Kräuter richtig trocknet und als Tee wirksam zubereitet. Zudem kann man Kräuter als Duftpotpories, zum Räuchern, als Salate, Öle etc. zubereiten.

Zum Abschluss massierten sich die Teilnehmerinnen gegenseitig die Hände, während Frau Brösel mit einer besinnlichen Geschichte den Ausklang einläutete.
Nach dem kurzweiligen Vortrag konnten die Damen noch Rezepte und Produkte aus der Natur, sowie den schmackhaften Tischschmuck mit nach Hause nehmen.

Gartenbauverein Königsbrunn besucht die Landesgartenschau in Bayreuth

Auch in diesem Jahr organisierte Marianne Lang für den Gartenbauverein Königsbrunn eine 3tägige Reise ins Oberfränkische. Erstes Ziel war die Landesgartenschau in Bayreuth.  
Die knapp dreistündige Fahrt wurde auf dem Rastplatz Feucht durch ein Frühstücksbuffet unterbrochen. Die warmen Leberkäs Semmeln und der schon lang erwartete Frühstückskaffee fanden regen Zuspruch.
Wohlgestärkt ging die Fahrt dann weiter zur Landesgartenschau in Bayreuth. In einer mehrstündigen Führung wurde uns das Motto der Ausstellung, „Musik für die Augen" anhand der wunderbar angelegten Blumenrabatte und deren Themenbezug zu Werken von Richard Wagner den Königsbrunner Gartlern erläutert werden.
Am zweiten Tag stand die Bayreuther BierTour an, eine aus 5 Elementen bestehende ganztägige Kennenlern-Tour durch Bayreuth. Den Anfang machte eine 3-stündige Stadtführung durch das historische Bayreuth. Einen herrlichen Überblick hatte man vom 12. Stockwerk des neuen Rathauses ins Fichtelgebirge und in die Fränkische Schweiz. Bei dem Rundgang erfuhren die Mitglieder des Gartenbauvereins Königsbrunn die Lebensweise der Marktgräfin Wilhelmine und ihren Gatten Friedrich, die in der Schlosskirche die letzte Ruhestätte fanden. Leider konnte das Markgräfliche Opernhaus (Weltkulturerbe) nicht besichtigt werden, da es wegen Renovierung  2017 geöffnet wird.
Am Nachmittag ging es zu den Bayreuther Katakomben, die faszinierende Welt der historischen Felsenkeller, der Lagerstätte des Bieres auf dem Programm. Im Brauereigebäude wurde uns die Bierproduktion anno dazumal erläutert, als es noch keine computerunter-stützte industrielle Bierfabrik gab. Die Königsbrunner konnten etliche Emailschilder bewundern, die früher als Reklame an Stadeln und Häuser angebracht waren. Darunter auch Schilder historischer Augsburger Brauereien, die es nicht mehr gibt.
Nach dieser Führung war uns klar, warum die Führung das Motto Bayreuther „BierTour" hatte. In Franken sagt man, wir gehen auf die Keller und meinen damit die Bierkeller auf dem Jura. So endete unsere „Lokalführung" auf dem Herzogkeller bei einer gestandenen Brotzeit mit natürlich Kellerbier.
Am nächsten Tag ging es in aller Frühe nach Bamberg, ein fränkisches Weltkulturerbe, das mit Rom eines gemeinsam hat: Auch Bamberg wurde auf sieben Hügeln erbaut. Unsere Stadtführung begann an der Philharmonie, über die Regnitz mit Blick auf den Michelsberg mit gleichnamiger Kirche und Kloster. Vorbei am ehemaligen Spital gingen wir an der Regnitz entlang durch Kleinvenedig, der Siedlung der Fischer. Seit dem Main-Donau-Kanal werden diese schmucken Häuschen von keinem Hochwasser mehr gepeinigt. Dann ging es hinauf zum Domplatz und der neue Residenz. Durch die engen Gassen hinunter zur Altstadt. Sehenswert ist auch das Alte Rathaus, das in mitten der Regnitz liegt.  
Am Nachmittag stand eine Schifffahrt auf der Rednitz und den Main-Donau-Kanal an, vorbei nochmals an Kleinvenedig. Die Nachricht unserer Reiseleitung, die Rückfahrt um 1 Stunde zu verschieben, fand großen Anklang. So konnte man auf eigene Faust die Fußgängerzone erkundigen. Andere zog es in Schleckerla, einen historischen Gasthaus, wo das bekannte Rauchbier aus Holzfässern ausgeschenkt wird. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber entweder es schmeckt nach der ersten Halbe oder gar nicht.
Auf der Heimfahrt bedankte sich der Vorstand Wilhelm Therhaag bei der Organisatorin Marianne Lang. Die Begeisterten Mitfahrer dankten mit einem anhaltenden Applaus.

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